Modularisierte Weiterbildung Betroffenengerechte Arbeit mit Menschen, die sexualisierte Gewalt ausgeübt haben
Schwerpunktmodul „Fachkraft für betroffenengerechte Arbeit mit kognitiv beeinträchtigten Menschen, die sexualisierte Gewalt ausgeübt haben“ (MkB-Modul) ab November 2026 bis Juni 2027
→ Hier geht es zur Ausschreibung mit allen Informationen zu Terminen, Inhalten, Kosten und Anmeldung.
Die Arbeit mit kognitiv beeinträchtigten Menschen, die sexualisierte Gewalt ausgeübt haben, stellt eine besondere Herausforderung dar. So geht es in der (sozial-)pädagogischen, psychologischen und therapeutischen Arbeit darum, sie — bei allem Verständnis für ihre besondere Situation und die damit verbundenen Herausforderungen — für einen grenzachtenden Umgang zu sensibilisieren, anzuleiten sowie eine dauerhafte Verhaltensänderung zu erreichen. Ziel ist es auch, sie in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung zu unterstützen. In der Arbeit mit kognitiv beeinträchtigten jungen Menschen (Kinder, Jugendliche, (junge) Erwachsene), bedarf es zudem gut abgestimmter individueller Konzepte.
In der modularisierten Weiterbildung ist die Betroffenengerechtigkeit ein wesentliches und alleinstellendes Merkmal. Betroffenengerecht meint den konzeptionellen Einbezug der von der sexualisierten Gewalt betroffenen Personen in die Arbeit mit Menschen, die sexualisierte Gewalt ausgeübt haben und die unbedingte Sicherstellung des Opferschutzes. Im fachlichen Handeln bildet sich dieses dadurch ab, dass alle Maßnahmen der Behandlung, der Intervention und pädagogischen Arbeit eines Menschen, der sexualisierte Gewalt ausgeübt hat, mit kritischem Blick auf die Situation des/der Betroffenen sowie gegebenenfalls weiterer gefährdeter Kinder, Jugendlicher und/oder Schutzbefohlener geprüft werden. Die Maßnahmen der Hilfe für die Ausübenden sexualisierter Gewalt und Übergriffe werden dabei den notwendigen Bedingungen des Opferschutzes untergeordnet.
Die Weiterbildung fokussiert die Vermittlung fachlicher Expertise sowie die (Weiter-)Entwicklung einer für diese Arbeit erforderlichen professionellen Haltung. Dies ermöglicht eine belastbare und empathische, den gesamten Menschen in den Blick nehmende Beziehungsgestaltung zu den kognitiv beeinträchtigten Menschen, die sexualisierte Gewalt ausgeübt haben. Haltungs- und Biografiearbeit sowie Supervision sind integrale Bestandteile der Weiterbildung.
Ein besonderes Augenmerk wird auch in diesem Schwerpunktmodul auf die Stärkung einer selbstreflexiven Vorgehensweise der als Fachkraft Tätigen gelegt, unter Berücksichtigung der eigenen haltungsprägenden individuellen Lebensgeschichte, der eigenen Normvorstellungen und des Wertekanons.
Läuft aktuell und wird voraussichtlich ab November 2027 wieder angeboten:
Schwerpunktmodul „Fachkraft für opfergerechte Arbeit mit jungen Menschen, die sexuelle Grenzen verletzt haben“ (KuJ-Modul) ab November 2025 bis Juni 2026
→ Die Ausschreibung finden Sie hier. Eine Anmeldung für das laufende Modul ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht mehr möglich.
Das Konzept der Modularisierten Weiterbildung finden Sie hier:
→ Konzept Modularisierte Weiterbildung 2020.
Die Modularisierte Weiterbildung umfasst drei Schwerpunkt- und ein Erweiterungsmodul. Die Module können einzeln belegt werden und schließen mit einer Zertifizierung ab.
Von 2020 bis 2022 wurden die berufsbegleitenden Weiterbildungsmodule in Kooperation mit der Katholischen Hochschule Mainz – Institut für Fort- und Weiterbildung (ifw) angeboten.
Bei Interesse oder Fragen zur Weiterbildung können Sie sich gerne an uns wenden:
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